

Im Gottesdienst am Sonntag, 21. Januar wurde ich zum ,,Predigthelfer"
ordiniert. Da fragt sich sicherlich manch einer in der Gemeinde: ,,Predigthelfer - Was ist das eigentlich? Hilft der jetzt den Pfarrern bei der Vorbereitung ihrer Predigt?" Nein, liebe Gemeinde, da
kann ich sie beruhigen. Unsere Pfarrer und Pfarrerin machen ihre Predigt selber und halten sie auch selber. Ein Predigthelfer, das ist ein ,,Pastor im Ehrenamt", den die Kirchenleitung dazu beauftragt hat, ,,Gottes Wort
öffentlich zu verkündigen und die Sakramente zu verwalten". Und damit ist fast auch schon die oft gehörte Frage beantwortet: ,,Was darf der eigentlich?" Ein
Predigthelfer darf alles, was ein Pfarrer auch darf Er darf taufen, trauen, beerdigen, Gottesdienste leiten, das Abendmahl halten; und er unterliegt der gleichen seelsorgerlichen Schweigepflicht. Nur eins kann er nicht: er
kann nicht als Pfarrer angestellt werden. Alles geschieht im Ehrenamt. Ein Predigthelfer muss vom Presbyterium berufen werden., Er muss eine
zweijährige Ausbildung durchlaufen, die mit einem Kolloquium (Prüfung) vor den landeskirchlichen Gremien und schließlich mit der Ordination als offizielle Beauftragung abschließt. Ich danke dem
Presbyterium und der gesamten Gemeinde für das in mich gesetzte Vertrauen. Vor allem aber danke ich Gott, dass er mich in diesen Dienst gestellt hat. Dietrich Selzer |
Predigthelfer