Denk mal! Im März 2018...

Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft. Und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.“ Hebräer 11 Vers 1

Jetzt im Frühjahr erwachen Gärten und Wald wieder zum Leben. Im Kerpener Bruch an der alten Erft blüht lila-rosa das getüpfelte Lungenkraut neben einer weißen Flut von Buschwindröschen. „Ja“, erinnert man sich, „so sieht es hier im Frühling aus.“ Eigentlich war es zu erwarten. Und doch staunt man. Schließlich ist beim letzten Spaziergang noch alles karg und kahl gewesen. Man hätte meinen können, das wird nie wieder was. Doch nun Blütenteppiche, wohin der Blick auch fällt, ganz ohne unser Zutun.

Jesus spricht in seinen Gleichnissen vielfach vom Säen und Pflanzen. Die Lilien auf dem Felde werden ihm zum Sinnbild des Vertrauens. Am Beispiel eines Sämanns macht er klar, dass das Leben neben dem Planen und Machen auch immer zugleich ein Zulassen und Hoffen sein muss. Auf die Arbeit des Säens folgt die Zeit des Wartens, in der nichts zu tun bleibt als Zuversicht zu haben in die Kraft, die im Verborgenen wirkt.

Ich denke, dies unterscheidet Menschen, die an Gott glauben, von anderen. Dass wir uns nicht nur auf Fakten und auf eigene Erfolge verlassen, sondern mit einer Kraft rechnen, die größer und gütiger ist als wir. Natürlich sind Tatsachen ernst zu nehmen und wir müssen mit offenen Augen durchs Leben gehen, aber das mit Augen, die mehr als das Faktische sehen.

Offene Augen des Glaubens sind Augen, die auch das sehen, was noch nicht in Erscheinung getreten ist. So wie man beim Gehen im winterkargen Wald vor dem inneren Auge schon das Grün des Sommers sehen kann, so können wir in dem geschundenen, gekreuzigten Jesus von Nazareth den auferstandenen und lebenden Herrn sehen. Ebenso in dem verlorenen Sohn den wiedergefundenen - und in der von Ungerechtigkeit und Kriegen zerrissenen Erde eine kommende Welt des Friedens. Menschen, die uns jetzt noch fremd sind, kommen als mögliche Freunde und Nachbarn in den Blick.

Auch im eigenen Leben hat jeder einen Bereich, der mit einer ungelösten Frage verbunden ist. Immer wieder fragt man sich: „Kann sich da noch etwas zum Besseren bewegen?“ Keiner kann jederzeit frei von Zweifeln sagen: „Ja, ich bin sicher: Alles wird gut!“ Der Glaube wischt die Unsicherheiten nicht ein für alle Mal weg. Aber im Glauben kommen wir aus innerer Erstarrung heraus, indem wir uns mit der Sorge, die uns bewegt, in Gottes Hand legen. Die Devise des Glaubens ist nicht: ‚Alles ist möglich!‘, sondern: ‚Gott weiß einen Weg, selbst da, wo ich keinen mehr sehen kann‘.

Seine Lösungen sind dann möglicherweise überraschend anders als unsere Vorstellungen. Aber man wundert sich ja auch immer, was im eigenen Garten so alles wächst, was man selbst nie gepflanzt hat

Herzlich grüßt Sie
Pfarrerin Almuth Koch-Torjuul

 

 

 

 

 

 

 

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